Erde (Astronomie), der dritte Planet und der
fünftgrößte der neun größeren Planeten
unseres Sonnensystems. Die mittlere Entfer-
nung der Erde von der Sonne beträgt
149 503 000 Kilometer. Sie ist der einzige bekan-
nte Planet, auf dem Leben möglich ist, obwohl
auch einige andere Planeten Atmosphären und
Wasser aufweisen.

Die Erde ist keine vollkommene Kugel, sondern hat die Form
eines Ellipsoides. Allerdings zeigen Berechnungen von künst-
lichen Satelliten, dass die in der Äquatorebene liegende Achse
um 21 Kilometer länger ist, als sie bei einem normalen
Ellipsoid sein müsste. Der Nordpol wölbt sich zehn Meter
nach außen, der Südpol liegt 31 Meter zu tief. Der Erdkörper
lässt sich nicht durch einen einfachen geometrischen Körper
beschreiben. Man spricht deshalb bei der Erdfigur auch
vom Geoid.

Die Erde ist in
Schichten auf-
gebaut, ange-
fangen von der
äußeren Umman-
telung, dem etwa
1 100 Kilometer
starken Schutz-
schild der Atmos-
phäre, bis hin
zum flüssigen
Magmakern in
ihrem Inneren.

Radiometrische Bestimmungen lassen das Alter der Erde auf 4,65 Milliarden Jahre schätzen. Obwohl die
ältesten Gesteine auf der Erde nicht ganz vier Milliarden Jahre alt sind, liefern Meteoriten, die geologisch
dem Erdkern entsprechen, Altersangaben von etwa 4,5 Milliarden Jahren. Die Kristallisation des Erdkernes
und der ursprünglichen Teile von Meteoriten hat schätzungsweise zur gleichen Zeit, etwa 150 Millionen
Jahre nach der Entstehung der Erde und des Sonnensystems, stattgefunden.
Nachdem sich die Erde einer gängigen Theorie zufolge ursprünglich durch die Anziehungskraft aus kos-
mischem Staub und Gas verdichtet hatte, muss sie fast homogen und relativ kalt gewesen sein. Danach verur-
sachte die ständige Verdichtung dieser Stoffe ebenso wie die Radioaktivität einiger schwererer Elemente die
Erwärmung. Im nächsten Stadium ihrer Entstehung wurde die Erde heißer und begann unter dem Einfluss
der Schwerkraft zu schmelzen. Dabei bildeten sich Erdkruste, Mantel und Kern aus. Durch die Verlagerung
der leichteren Silicate nach oben wurden der Mantel und die Erdkruste gebildet. Aus den schwereren
Elementen, hauptsächlich Eisen und Nickel, die zum Erdmittelpunkt absanken, bildete sich der Kern.
Währenddessen wurden durch Vulkanausbrüche leichte, flüchtige Gase und Dämpfe aus dem Mantel und
der Erdkruste freigesetzt. Einige dieser Gase, hauptsächlich Kohlendioxid und Stickstoff, wurden durch die
Schwerkraft der Erde festgehalten und bildeten die Uratmosphäre. Aus der Kondensation von Wasser-
dampf entstanden die ersten Ozeane.


Microsoft® Encarta® Professional 2002. © 1993-2001 Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten.

zurück zur Startseite Planeten

zurück zur Startseite Astronomie