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Saturn (Planet), zweitgrößter Planet des Sonnen- systems, der nach Merkur, Venus, Erde, Mars und Jupiter an sechster Stelle die Sonne umkreist.
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Das auffälligste Merkmal des Saturns ist sein Ringsystem, das erstmals 1610 von Galileo Galilei mit einem der ersten Teleskope beobachtet wurde. Galilei erkannte jedoch nicht, dass die Ringe vom eigentlichen Planeten getrennt waren.
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Die sichtbaren Ringe dehnen sich bis zu einer Entfernung von 136 200 Kilometern vom Mittelpunkt des Saturns aus. In vielen Bereichen sind sie möglicherweise nur fünf Meter dick. Man nimmt an, dass sie aus Ansammlungen von Gestein, gefrorenen Gasen und Eis bestehen. Die Größe der Teilchen soll schätzungsweise von weniger als 0,005 Milli- metern bis etwa zehn Metern reichen – also ist vom Staubkorn bis zum Felsblock alles vertreten. Ein Instrument an Bord von Voyager 2 zählte mehr als 100 000 Ringe im Saturnsystem.
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Bis zum Dezember 2000 entdeckten Wissenschaftler insgesamt 28 Saturnmonde, die einer Theorie zufolge sich nicht zur gleichen Zeit wie der Saturn bildeten, sondern vielmehr zu einem späteren Zeitpunkt vom Planeten eingefangen wurden. Die Monde bestehen größtenteils aus leichten, gefrorenen Substanzen, ihre Durchmesser reichen von etwa 10 bis 5 150 Kilometer. Die fünf größeren inneren Trabanten – Mimas, Enceladus, Tethys, Dione und Rhea – sind ungefähr kugelförmig und bestehen größtenteils aus Eis. Bei Dione vermuten Astronomen, dass Gesteine bis zu 40 Prozent der Masse des Mondes ausmachen. Die Oberflächen der fünf Trabanten weisen viele Krater auf, die durch Meteoriteneinschläge verur- sacht wurden. Enceladus besitzt eine glattere Oberfläche als die anderen. Bemerkenswert ist der Teil der Oberfläche, der am wenigsten Krater aufweist. Er ist offensichtlich nur wenige hundert Millionen Jahre alt. Möglicherweise laufen auf Enceladus noch tektonische Vorgänge ab.
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Mimas weist eine sehr raue Oberfläche auf. Der Durchmesser seines größten Einschlagkraters beträgt 130 Kilometer und damit ein Drittel des Monddurchmessers (392 Kilometer). Tethys besitzt ebenfalls einen großen Krater mit einem Durchmesser von 400 Kilometern. Außerdem existiert auf Tethys ein 100 Kilometer breites Tal, das mehr als 2 000 Kilometer lang ist. Sowohl Dione als auch Rhea haben helle, strähnenartige Streifen auf ihren bereits stark reflektierenden Oberflächen. Einige Wissenschaftler vermuten, dass diese entweder durch Eis entstanden, das bei Meteoriteneinschlägen aus den Kratern herausgeschleudert wurde, oder aus frischem Eis, das aus dem Inneren an die Oberfläche geschoben wurde.
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