Messen, Steuern und Regeln mit USB
und Mikrocontrollern
Der zukünftige Informatikunterricht, die Arbeitsgemeinschaften und
die geplanten Seminarkurse in der GOST sollten neue Themen aufgreifen, um auch weiterhin
interessierte Schüler zugewinnen. In dieser Fortbildung wird gezeigt, wie man
Mikrocontroller und USB-Controller programmiert und sie dann zum Messen,
Steuern und Regeln einsetzt. In zahlreichen Übungen werden der USB-Controller
K8055
der Firma Velleman (1.Veranstaltung), der „Arduino-Controller“
und ein ATtiny-Controller (entwickelt für Schulzwecke in
Nordrhein-Westfalen) programmiert.

Mikrocontroller sind heute
allgegenwärtig, ob Zahnbürste, Türschloss, Backofen, Fahrradcomputer,
Stereoanlage, Multimeter oder Postkarte, überall sind sie zu finden. Im Prinzip
handelt es sich bei Mikrocontrollern um winzige Computer. In dieser Fortbildung möchte ich vermitteln, wie Mikrocontroller funktionieren, wozu sie
eingesetzt werden können und natürlich: Wie man sie programmiert.

Zu diesem Zweck haben
Kollegen aus Nordrhein-Westfalen eine
Platine entwickelt, die den Bedürfnissen an der Schule entgegenkommen soll:
Einerseits soll sie das Leistungsspektrum von solchen Mikrocontrollern deutlich
machen, andererseits soll sie aber auch den Blick auf das Wesentliche richten.
Nicht zuletzt soll sie so preiswert sein, dass sie auch von einzelnen Schülern
erworben werden kann.
Diese Platine wird ca. 15 Euro
kosten und weist u. A. folgende Merkmale auf:
- AVR-Mikrocontroller (nicht
verlötet, sondern auf Fassung gesteckt)
- schnelle Programmierung über
serielle Schnittstelle (Bei Rechnern ohne COM-Anschluss
benutzt man ein USB-COM-Kabel,
das kostet ca. 5 Euro.)
- (fast) alle Anschlüsse des AVR
über Kontaktbuchsen mit Patchkabeln erreichbar
- parallel zu den 8 Bits eines
vollständigen Ports (Port B) 8 Buchsen mit Widerstandsarray;
dadurch können mittels LEDs die
Zustände des Ports angezeigt werden - wichtig aus
didaktischen Gründen!
- zwei Interrupteingänge, direkt
mit Taster verbunden
- ein Piezo-Speaker
- ein Potenziometer
- eine serielle Buchse zur
Kommunikation mit dem PC: dient zum Austausch von Daten
Experimentierplatine
- eine I2C-Buchse
- ein Ein/Aus-Schalter
- Stromversorgung über
9V-Batterie und Spannungsstabilisator
- auch ISP-Programmierung über
COM-Kabel möglich
- Programmerstellung mittels
verschiedener Entwicklungsumgebungen möglich (z. B.
Basic-Compiler BASCOM, C-Compiler Win-AVR, Assembler AVR-Studio 4)
Mit Hilfe von solchen
Entwicklungsumgebungen kann man recht schnell interessante
Anwendungsprogramme für den
Mikrocontroller schreiben - ideal für den Informatikunterricht und Seminarkurse,
die auch technische Aspekte (Prozessdatenverarbeitung) vermitteln möchte.
Kosten ca. 15€
Weitere Möglichkeiten
Eine Weiterentwicklung zur
Roboter-Programmierung in den folgenden Jahren ist möglich.
