Wieder ging eine Schülergruppe des
Friedrich-Gymnasiums aus den 9. und 10. Klassen mit ihren Russischlehrerinnen, Frau Dr. Gudrun Seemann und Frau
Marianne Schwarz, nach Sankt Petersburg auf Reisen – zum Schüleraustausch
für 8 Tage. Nach fast einjähriger Vorbereitung sollte es nun losgehen.
Wir
haben eine aufregende und schöne Woche verbracht, in der wir nicht nur die
russische Kultur besser kennen gelernt haben. Wir waren in Gastfamilien
untergebracht und wurden sehr liebevoll umsorgt. In den Gastfamilien lernten
wir die bekannte russische Gastfreundschaft kennen, auch die russische Küche
lernten wir sehr schätzen, auch wenn die Hosen bei vielen am Ende enger
waren.
Zunächst besuchten wir die Schule, nahmen am Unterricht teil. Wir waren
schon neidisch, dass der Sprachunterricht in kleinen Gruppen durchgeführt
wurde, denn unsere Partnerschule ist eine Schule mit erweitertem
Deutschunterricht. Natürlich gab es auch ein reichhaltiges Kulturprogramm, wo
für jeden Geschmack etwas dabei war. Gruppenweise erkundeten wir in einer
Rallye die Hauptstraße der Stadt, den Newskij-Prospekt. Natürlich
besichtigten wir die Peter-Paul-Festung auf der Haseninsel im Zentrum der
Stadt, ebenso fuhren wir in den Ort Puschkin. Hier ging der große Dichter
zur Schule und hier steht auch die Sommerresidenz der Zaren, der Katharinenpalast mit dem berühmten Bernsteinzimmer. Unglaublich, dass nach
dem Krieg alles wieder rekonstruiert werden konnte.
Der
Ort Peterhof mit seinen beeindruckenden Schlössern, Wasserspielen und
Fontänen, die alle ohne Pumpen funktionieren, wie uns die
Austauschlehrerinnen Frau Akimowa und Frau Filonenko erzählten, liegt am
Finnischen Meerbusen und zeigte uns seine volle Pracht. Die Sonne schien,
noch blühten die Blumen und die Spaßfontänen wurden von uns natürlich
ausprobiert. Einige hatten Pech und wurden nass. Der krönende Abschluss war
der Besuch der Eremitage im Herzen Sankt Petersburgs, eine der berühmtesten
und größten Kunstausstellung der Welt. Von außen ist die Eremitage schon ein
beeindruckendes Gebäude, aber die Schönheit und der Reichtum innen sind fast
unbeschreiblich. Nun standen wir ehrfürchtig vor den weltbekannten Werken
von Leonardo da Vinci, Rembrandt oder van Gogh. Und endlich standen wir vor
einem Bild, das wir uns unbedingt ansehen sollten, das berühmten "Schwarze
Quadrat" von Malevich, Genie und Wahnsinn zugleich.
Bedanken möchten wir uns bei unseren Eltern, den deutschen und russischen
Lehrerinnen für ihre Vorbereitung, Fürsorge und Wärme, mit der sie uns
betreut haben. Danke auch an die Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch
für die finanzielle Unterstützung. Die Gastfamilien haben uns sofort in ihr
Herz geschlossen, Tag und Nacht für uns gesorgt. So konnten wir
‚Schwanensee‘ sehen, waren im Zirkus, einige erholten sich auf der Datscha.
Selbst nachts waren sie mit uns unterwegs, um uns die geöffneten Brücken der
Stadt zu zeigen.
Bevor wir uns tränenreich verabschiedeten, gab es Urkunden für die
Stadtrallye.
Im
September 2012 kommen die Austauschschüler mit ihren Lehrerinnen nach
Deutschland und alle sind schon sehr gespannt, wie ihnen unsere Kultur
gefällt. Wir werden ein ebenso interessantes Programm zusammenstellen. Poka!
Jennifer Roeßiger und Klemens Kappel Klasse, 10 B Friedrich-Gymnasium
Luckenwalde