St. Petersburg 2011

Schüleraustausch St. Petersburg – Luckenwalde

Wieder ging eine Schülergruppe des Friedrich-Gymnasiums aus den 9. und 10. Klassen mit ihren Russischlehrerinnen, Frau Dr. Gudrun Seemann und Frau Marianne Schwarz, nach Sankt Petersburg auf Reisen – zum Schüleraustausch für 8 Tage. Nach fast einjähriger Vorbereitung sollte es nun losgehen.

Wir haben eine aufregende und schöne Woche verbracht, in der wir nicht nur die russische Kultur besser kennen gelernt haben. Wir waren in Gastfamilien untergebracht und wurden sehr liebevoll umsorgt. In den Gastfamilien lernten wir die bekannte russische Gastfreundschaft kennen, auch die russische Küche lernten wir sehr schätzen, auch wenn die Hosen bei vielen am Ende enger waren.

Zunächst besuchten wir die Schule, nahmen am Unterricht teil. Wir waren schon neidisch, dass der Sprachunterricht in kleinen Gruppen durchgeführt wurde, denn unsere Partnerschule ist eine Schule mit erweitertem Deutschunterricht. Natürlich gab es auch ein reichhaltiges Kulturprogramm, wo für jeden Geschmack etwas dabei war. Gruppenweise erkundeten wir in einer Rallye die Hauptstraße der Stadt, den Newskij-Prospekt. Natürlich besichtigten wir die Peter-Paul-Festung auf der Haseninsel im Zentrum der Stadt, ebenso fuhren wir in den Ort Puschkin. Hier ging der große Dichter zur Schule und hier steht auch die Sommerresidenz der Zaren, der Katharinenpalast mit dem berühmten Bernsteinzimmer. Unglaublich, dass nach dem Krieg alles wieder rekonstruiert werden konnte.

Der Ort Peterhof mit seinen beeindruckenden Schlössern, Wasserspielen und Fontänen, die alle ohne Pumpen funktionieren, wie uns die Austauschlehrerinnen Frau Akimowa und Frau Filonenko erzählten, liegt am Finnischen Meerbusen und zeigte uns seine volle Pracht. Die Sonne schien, noch blühten die Blumen und die Spaßfontänen wurden von uns natürlich ausprobiert. Einige hatten Pech und wurden nass. Der krönende Abschluss war der Besuch der Eremitage im Herzen Sankt Petersburgs, eine der berühmtesten und größten Kunstausstellung der Welt. Von außen ist die Eremitage schon ein beeindruckendes Gebäude, aber die Schönheit und der Reichtum innen sind fast unbeschreiblich. Nun standen wir ehrfürchtig vor den weltbekannten Werken von Leonardo da Vinci, Rembrandt oder van Gogh. Und endlich standen wir vor einem Bild, das wir uns unbedingt ansehen sollten, das berühmten "Schwarze Quadrat" von Malevich, Genie und Wahnsinn zugleich.

Bedanken möchten wir uns bei unseren Eltern, den deutschen und russischen Lehrerinnen für ihre Vorbereitung, Fürsorge und Wärme, mit der sie uns betreut haben. Danke auch an die Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch für die finanzielle Unterstützung. Die Gastfamilien haben uns sofort in ihr Herz geschlossen, Tag und Nacht für uns gesorgt. So konnten wir ‚Schwanensee‘ sehen, waren im Zirkus, einige erholten sich auf der Datscha. Selbst nachts waren sie mit uns unterwegs, um uns die geöffneten Brücken der Stadt zu zeigen.

Bevor wir uns tränenreich verabschiedeten, gab es Urkunden für die Stadtrallye.

Im September 2012 kommen die Austauschschüler mit ihren Lehrerinnen nach Deutschland und alle sind schon sehr gespannt, wie ihnen unsere Kultur gefällt. Wir werden ein ebenso interessantes Programm zusammenstellen. Poka!

Jennifer Roeßiger und Klemens Kappel Klasse, 10 B Friedrich-Gymnasium Luckenwalde

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