Erster Schüleraustausch mit
Russland – aufregend, unvergesslich und mit vielen Emotionen
Power-Point-Präsentation
zur Reise
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Luckenwalde, den 14.April: 14 Schülerinnen und
Schüler des Friedrich–Gymnasiums Luckenwalde, Fr. Dr. Seemann, Fr.
Kagelmacher und unser Schulleiter, Herr Kohl, warteten voller Anspannung
auf den Bus Richtung Flughafen Berlin Tegel. Hier sollte der erste
Schüleraustausch mit einer russischen Schule in St. Petersburg beginnen.
Nach dem zweistündigen Flug war die Aufregung
perfekt. Was würde uns in den nächsten 8 Tagen erwarten? Jeder von uns
wusste, dass St. Petersburg eine der schönsten Städte der Welt ist, aber
wie würde alles in den Familien klappen? Wir waren zwar schon länger in
Kontakt mit unseren Gastgeschwistern, doch das war nur per E-Mail.
Auf dem Flughafen wurden wir herzlich von unseren
Partnern mit Blumen, Luftballons und Fähnchen empfangen. Nach dem ersten
aufregenden und zugleich anstrengenden Nachmittag und Abend in der
zeitweiligen neuen Heimat trafen sich alle Beteiligten am Donnerstagmorgen
in der Schule 605. Russische Schulen habe Nummern, keine Namen.
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Die Schule mit erweitertem Deutschunterricht wurde
besichtigt. Wir staunten nicht schlecht als wir hörten, dass maximal 9(!)
Schüler im Sprachunterricht sind. Wir durften am Unterricht teilnehmen und
beantworteten Fragen, kamen ins Gespräch. Parallel dazu unterzeichnete
Herr Kohl und die Direktorin der russischen Schule, Frau Valentina
Aleksandrovna Egorova, einen Partnerschaftsvertrag, der eine langjährige
Freundschaft zwischen unseren Schulen besiegeln soll. Wir tauschten Daten
zu unserem gemeinsamen Namen-Projekt. Dieses Projekt begann bereits im
letzten Jahr mit einem vergilbten Zettel aus einem Bunker, auf dem Namen
und Adressen ehemaliger Sowjetsoldaten standen. Sie waren wahrscheinlich
bei Wünsdorf stationiert. Da die Adressen nicht vollständig sind, hoffen
wir sowohl in Deutschland als auch in Russland auf Unterstützung bei der
Recherche. Vielleicht gelingt es uns sogar irgendwann, sich mit jemandem
zu treffen. Damit wollen wir einen kleinen Baustein zum Haus Europa
beitragen.
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Die Großstadt lag uns zu Füßen: Durch die sich
anschließende Stadtrundfahrt ahnten wir schon, was uns in den nächsten
Tagen erwarten würde – eine wunderschöne Stadt an der Newa, sehr gut
rekonstruiert mit unzählig vielen verschiedenen Sehenswürdigkeiten. Nun
schon mutiger, fuhren wir mit der äußerst preiswerten „Metro“ zur
weltberühmten Peter-und Pauls-Festung. Überwältigt von Glanz und Prunk der
auf einer Insel gelegenen Festung, konnten wir den restlichen Nachmittag
schon selbst mit unseren Gastgeschwistern gestalten.
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Am Sonnabend hatten wir die Möglichkeit, die
Stadt mit unseren Gastfamilien zu ergründen und die gastfreundlichen
Familien so noch besser kennen zu lernen. So langsam bekamen wir eine
Vorstellung von der sprichwörtlichen Gastfreundschaft. Einige bummelten in
der Stadt, andere gingen abends zu Freunden, auch ein Besuch im
weltberühmten Marinskij-Theater war einigen gegönnt, hier wurden sie mit
dem Ballett ‚Romeo und Julia‘ verwöhnt.
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Natürlich war die Eremitage auch ein
Programmpunkt. Im größten Museen der Welt müssten wir uns 8 Jahre
aufhalten, wenn wir für jedes Bild nur eine Minute investiert hätten.
Zügigen Schrittes konnten wir einen kleinen Ausschnitt dieser Sammlung
genießen. Auch die Isaaks-Kathedrale und das Bernsteinzimmer im
Katharinenpalast waren eine Augenweide. Unvorstellbar, dass viele dieser
Schätze im Krieg zerstört waren oder vernichtet wurden und wieder
aufgebaut werden mussten.
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Am letzte Tag vor der Abreise waren sportliche
Aktivitäten angesagt. Das Bowlen bereitete allen viel Spaß, alle bekannten
Sprachen waren zu hören, die Verständigung war eigentlich kein Problem
mehr.
Zum Abschiedsabend trafen wir uns in der Schule,
beide Seiten zeigten ein kleines Programm. Die russischen Mütter
versorgten alle mit Blinys, Piroschkis und vielen anderen leckeren
Speisen.
Der ‚Eisbrecher‘ war der deutsche Volkstanz „
Annemarie“, zunächst von uns vorgeführt, dann gemeinsam getanzt. Viele
Gesellschaftsspiele wurden gespielt, so dass lustige Fotos entstanden. Mit
Tränen in den Augen verabschiedeten wir uns schon an diesem Abend.
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St. Petersburg, den 21.04.2010: Anspannung war
wieder da, aber diesmal eine andere. Unsere Koffer gingen kaum zu, denn
jeder musste noch die vielen Geschenke für zu Hause einpacken. Einerseits
waren wir froh, dass sich die Flugsituation in Europa wieder normalisierte
und wir nach Hause konnten. Andererseits waren wir traurig, die
Gastfamilien wieder verlassen zu müssen. Gerade gewöhnt, waren die 8 Tage
leider schon vorbei. Die Tränen flossen beim Abschied wirklich, denn wir
haben Freunde gefunden, die ähnlich denken und fühlen.
Es bleiben hoffnungsvolle Erwartungen auf ein
baldiges Wiedersehen im September 2010 am Friedrich-Gymnasium. Wir
bedanken uns bei der Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch für die
großzügige Unterstützung unseres Projektes und natürlich bei Frau
Kagelmacher und Frau Dr. Seemann für die perfekte Vorbereitung und gute
Betreuung vor Ort.
Annegret Fechner/Sven-Martin Wolff, beide
12.Klasse
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