Und dann wollten wir doch wissen, ob seine Ehefrau von alldem wusste. Ja,
sie wusste Bescheid und war mit seiner Reise einverstanden gewesen. Die
erste Liebe würde immer die erste Liebe bleiben! Das hatte seine Frau, mit
der er schon große Kinder hat, akzeptiert. Wir waren ganz schön angetan von
diesen großen Gefühlen und jeder machte sich da wohl seine eigenen Gedanken.
Solche Grundsätze!Der Montag war also voller Aufregung, so sollten auch die Tage bis
Weihnachten bleiben.
Herr Kochergin war von der Hilfsbereitschaft der Menschen hier überwältigt,
war traurig, Veronika während seines Aufenthalts noch nicht gefunden zu
haben. Er freute sich aber auch, dass wir jetzt Russisch lernen und Kontakt
zu einer St. Petersburger Schule pflegen.
Vielleicht findet ja alles doch noch ein gutes Ende, manchmal muss man eben
warten können. Wir, die 9A, wünschen es ihm jedenfalls und bedanken und bei
allen Helfenden.
Auch
die Schüler
unserer
Geschichts-AG freuten sich, haben
sie doch seine vielen Fotos und Dokumente für ihre Arbeit bekommen.
Dass sein Besuch für Aufregung und Erinnerungen sorgte, zeigten viele
Reaktionen auf sein Schicksal. Nicht nur er ist auf der Suche nach seiner
Vergangenheit, auch einige Deutsche aus unserer Region suchen nach Freunden,
die hier gedient haben und plötzlich das Land verlassen mussten. Mit dem
Russischen Fernsehen haben wir jedenfalls über unsere Partnerschule in St.
Petersburg Kontakt aufgenommen, bleibt ein langer Atem und die Hoffnung auf
Erfolg.