Aufführungen im Schuljahr 2009/2010

„Wir sind so frei“

Eindrücke

19. 11. 2009  im Stadttheater Luckenwalde

Zwei Theaterstücke von Schülern des Friedrich-Gymnasiums Luckenwalde

Spielleitung: Gabriela und Franco Ulrich

Die Schülerinnen und Schüler, die im Jahr 2008 begonnen haben,  je ein Stück über die „Wende“ von der DDR zur BRD zu erarbeiten, sind alle einige Jahre nach der DDR geboren. Dieses Land und das Leben darin sind ihnen sehr fremd. Sie kennen beides meist nur von alten Familienfotos, aus seltenen Erzählungen der Eltern oder aus Geschichtsbüchern. Einigen erscheint der real existierende Sozialismus rosarot als verlorenes Paradies.

Sie gehen also zusammen mit ihren Lehrern auf Entdeckungsfahrt wie vor ihnen Columbus oder Neil Armstrong. Was sie bei diesem Abenteuer erfahren, können sie oft kaum glauben. Gab es wirklich kein Klopapier zu kaufen? Man durfte nicht die Musik hören, die man mochte?! Was ist ein Fahnenappell? Honecker war der Republikopa?

Der Zugang beider Gruppen zum Thema ist sehr unterschiedlich.

Eine Gruppe erarbeitete Szenen auf der Grundlage eines Romans über Alltägliches im Leben von Abiturienten im Vorwendejahr. Sie gestaltete eine Abschlussfeier, auf der getanzt, geliebt, gesungen wird. In Gesprächen erinnern sich die Jugendlichen an ihre Schulzeit in der DDR und daran, wer aus politischen Gründen vor der Zeit von der Schule geflogen ist.

Wir sind so frei, beschlossen die Schüler des anderen Kurses und inszenierten den DDR – Alltag als großen Witz. In einer schnellen Revue folgt ein Gag dem nächsten. Gespottet wird über das Leben in der Mangelwirtschaft, den Kadavergehorsam vor einer Riege immer älter werdender Männer, über ideologisch durchtränkte Matheaufgaben, über allgegenwärtige Spitzel hinter der Zeitung. Dabei wird, wie es sich für eine richtige Satire gehört, auch gehörig übertrieben. Im Übrigen, niemand hat die Absicht  neue Mauern zu bauen.

(Programmankündigung des Stadttheaters)

„Frühlings Erwachen“

am 17.02 und 19.02.

Spielleitung: Frau Krause

Inszeniert und bearbeitet hat das Werk der DS-Kurs 13 von Frau Krause.

Für die Uraufführung 1906 verfügte die Berliner Polizei Namensänderungen und Zensuren für einzelne Szenen. Wedekinds schonungslose und triefend sarkastische Darstellung des selbstzufriedenen Bürgertums und seiner doppelbödigen Moral erregen auch heute noch die Gemüter. Die Ahnungslosigkeit, die religiöse Verblendung des Volkes, aber auch die Verschleierung und Vertuschung alles Sexuellen, alles „Unsittlichen“ vor der Jugend, regen zum Nachdenken, auch über unsere heutige Gesellschaft an.

Aber auch der Humor sollte bei einer Inszenierung, so Wedekind, nicht zu kurz kommen.

„Eine Frau geht seinen Weg“

am 25.02.2010,

um 19 Uhr

in der Aula

Susanna Magaretha Brandtin, Doktor Mary Walker, Clara Schuhmann – schon mal gehört? Nein? Dann wird es aber höchste Zeit sich mit jenen Frauen zu befassen, die Geschichte geschrieben haben. Dazu animiert der Kurs Darstellendes-Spiel 12 des Friedrich Gymnasiums Luckenwalde. Mit ihrem Theaterstück sollen eben diese weiblichen Helden ins Rampenlicht zurückkehren.

Erleben Sie, wie die Frauen der Pariser Commune um ihre Rechte kämpften und erfahren Sie, was genau mit Susanna Magaretha Brandtin, die Goethe später als Gretchen in seinem Werk „Faust“ unsterblich machte, geschah. Lassen Sie sich zurückversetzen in die Zeit, in der Päpstin Johann VIII. an der Spitze der katholischen Kirche für Aufregung sorgte. Stellen Sie sich aber auch der Frage, ob die Frau von heute mehr Möglichkeiten hat, sich zu verwirklichen.

Neugierig geworden? Dann seien Sie herzlich willkommen, wenn es heißt „Eine Frau geht seinen Weg“!

Bertolt Brecht:

Der Jasager und der Neinsager

(Ein Lehrstück)

Klasse 13

 

Vorstellungen am 22. und 23. April um 19.00 Uhr in der Aula

 Wichtig zu lernen vor allem ist Einverständnis.

 

Viele sagen ja, und doch ist da kein Einverständnis.

 

Viele werden nicht gefragt, und viele

 

Sind einverstanden mit Falschem. Darum:

 

Wichtig zu lernen vor allem ist Einverständnis.

Die Bücherwürmer stellen vor …

DS-Kurs 13-5

Vor – Lesungen in der Bibliothek im März 2010

Spielleitung: Frau Ulrich

Eine ästhetische Präsentation von Kinderbüchern

 

Unser Kurs möchte mit einer Buchpräsentation, welche sprachliche und darstellerische Aspekte umfasst, Leselust bei Schülern der 1. und 2. Klassenstufe verschiedener Grundschulen wecken.

So erwecken wir Figuren aus den von uns vorgelesenen Büchern der phantastischen Kinder- und Jugendliteratur zum Leben und versuchen dem Bedürfnis der Kinder nach Komik, Spannung und Abenteuer entgegenzukommen.

Beautiful Freak.

 

Vorstellung der Klasse 10

am 24. Juni

19.00 Uhr in der Aula

Spielleitung: Herr Ulrich

Eine Geschichte vom (sich-) Abheben

Es geht um einen, der von Dingen träumt, die andere sich nicht vorstellen können. Weil er sie nicht nur träumt, sondern tatsächlich auch versucht, wird er in den Augen der anderen, seiner Lehrer, Freunde, Kollegen, zum Freak.

Bischof, ich kann fliegen./ Pass auf, wie ich´s mach!

Tristan und Isolde

 

Vorstellung von Klasse 11

am 28. und 29. Juni

19.00 Uhr in der Aula

Spielleitung: Herr Ulrich

 

Was ist Liebe? Ihre Verrücktheiten, Paradoxien, diese Einheit von Freude und Leid – das alles scheint im Spiel auf und bleibt doch unerklärlich. Die beiden Liebenden werden durch die magische Erzählung für ein Mädchen, das den Helden aus der keltischen Sagenwelt schwärmerisch liebt, wieder zum Leben erweckt.

In Märchenhaft oder

Der Aufstand der Stiefmütter

DS – Kurs 9

Vorstellungen im Schuljahr 2010/11

Spielleitung: Frau Ulrich

Märchenhaft ist in unserem Stück höchstens die Rahmenhandlung. Aggression und Gewalt und wie und warum sie entstehen sind das Thema der dargestellten Streitfälle unter Märchenfiguren.

Die bösen Stiefmütter sollen in einer Therapierunde ihre permanente schlechte Laune reflektieren. Sie zetteln aber eine Revolte an, der sich auch andere frustrierte Märchenfiguren anschließen.

Kann Captain Kevin Kitty aus der Abteilung „Abenteuerromane“ den Aufstand mit militärischer Hilfe beenden?

Ich habe nichts getan

Ein Schulstück zum Thema „Mobbing“

DS- Kurs 10

Vorstellungen am 16. und 17. Juni

19.00 Uhr in der Aula

Spielleitung: Frau Ulrich

 

Donna: „Warum wir Luisa geärgert haben? Keine Ahnung … machte einfach Bock.“

Luisa ist tot. Sie hat eine Überdosis Schlaftabletten geschluckt. Was weiß Emily über die Qualen, welche Luisa wochenlang in ihrer Klasse ertragen musste? In einem Verhör erzählt sie rückblickend aus der Sicht einer Beteiligten.

„Härtefälle“

– Trilogie junger Stücke

Teil 1 der „Härtefälle“: Arbeit macht schön

DS-Kurs 12  

Vorstellungen beider Teile der Trilogie im Schuljahr 2010/11

Spielleitung: Frau Ulrich

„Sie sind jung und haben das Gefühl, Sie befinden sich bereits am Endpunkt Ihrer Entwicklung?“ – So der Wortlaut zu einem Talk-Show-Duell, dessen Sieger ein Ausbildungsplatz winkt.

12 junge Menschen stellen sich paarweise knallharte Fragen – nach Beruf, Ausbildung, Sexualität, Kindheit – es kommt darauf an, cool zu bleiben und auf alles gefasst zu sein, vor nichts zurückzuschrecken, keine Tabus anzuerkennen und notfalls selbst die eigene Schmerz- und Schamgrenze zu missachten, um das Frage-Antwort-Duell zu gewinnen.

DS-Kurs 11

Teil 2 der „Härtefälle“: Liebe wär’ schön

DS – Kurse 11 und 12

Vorstellungen beider Teile der Trilogie im Schuljahr 2010/11

Spielleitung: Frau Ulrich

Sie treffen sich auf der Straße, in der Küche/ einem Zimmer. Mal sind sie ein Liebespaar, dann wieder nur Freunde, Freundinnen, Geschwister oder flüchtig Bekannte.

Sie schreien sich an, sitzen schweigend nebeneinander oder schauen einander zu. Zu spüren aber ist immer ein großes Bedürfnis nach Verstanden-Werden.

Das von uns inszenierte Episodenstück zeigt Jugendliche in ihrem verzweifelten Kampf mit dem Erwachsenwerden, deren Verständigungsschwierigkeiten am Ende des Stücks zu grotesken bis tragischen Ereignissen führt.

„Wir drehen einen Film!“

DS-Kurs 13-9

Spielleitung: Frau Ulrich

Warum ein Drehbuch kein Roman ist und  weshalb das Editing am Ende genauso wichtig ist wie das Drehen selbst, das und noch viel, viel mehr ist Wissen, das wir benötigen, um unsere Kurzfilmprojekt erfolgreich zu beenden.

So entstehen zurzeit 2 Kurzfilme:

Arbeitstitel:  Dann auf Nimmerwiedersehen

                     Liebst du mich denn gar nicht mehr?

Michael Ende:

Momo

AG Theater

Vorstellung am 5. Juli

um 19.00 Uhr in der Aula

Spielleitung: Frau und Herr Ulrich

Meister Hora: Es gibt ein Geheimnis, das jeder kennt, weil es ganz alltäglich ist. Ihr alle    kennt dieses Geheimnis auch. Es ist die Zeit. Um sie zu messen gibt es Kalender und Uhren. Aber jeder weiß, dass ihm eine einzige Stunde wie eine Ewigkeit vorkommen kann – oder wie ein Augenblick. Es kommt darauf an, wie man diese Stunde erlebt.

 

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